Bologna-Prozess: Qualitätserwartungen und Qualitätsmaßstäbe

2., aktualisierte Auflage

Autor(en)

Jürgen Kohler

Preis

24,99 € (190 Seiten, PDF)

Beschreibung

Wir freuen uns, Ihnen Herrn Prof. Dr. Jürgen Kohler als ersten TRUSTED ADVISOR vorstellen zu dürfen. Als ehemaliger Rektor der Universität Greifs­wald und Vorsitzender des deutschen Akkreditierungsrats, aber auch für zahlreiche europäische Organisationen tätig, verfügt er über reiche Erfah­rung mit europäischem, reflektiertem Blick auf den Bologna-Prozess. Dies macht ihn zu einem ausgewiesenen Experten insbesondere auf dem Gebiet der Qualitätssicherung in Studium und Lehre.

Die vorliegenden Artikel befassen sich teils mit grundsätzlichen hochschul­politischen Verortungen, teils mit methodischen Grundfragen der Qualitäts­entwicklung und -sicherung. Sämtlich sollen sie elementarer Orientierung dienen; sie sind ausgehend von der Maxime verfasst, dass eine gute Praxis nicht ohne ‚gute Theorie’, d. h. ohne Begriff von den systematischen, methodischen, auch politischen Hintergründen und Bewegungsrichtungen, auskommen kann.

Inhalt

  • Bologna, der Europäische Hochschulraum und die Folgen – nach der Konferenz von Bukarest

    Aktualisierter Beitrag

    Der Beitrag beschreibt den Handlungsrahmen, die Zwecke, die Agenda und den Stand des Bologna- Prozesses, wie sich dieser nach der Konferenz von Bukarest im Frühjahr 2012 im Rahmen des 2010 deklarierten Europäischen Hochschulraums darstellt. Er analysiert Ziele und Konflikte des (Bologna-)Prozesses zur Verwirklichung des Europäischen Hochschulraums sowie die möglichen Konfliktlösungen und die zugehörigen (Bologna-) spezifische Instrumentierung; daran gemessen, werden der aus Sicht der Minister erreichte Stand und die verbleibenden Desiderate dargelegt. Schließlich hebt der Beitrag die Herausforderungen für die Hochschulen hervor, diskutiert die teils unberechtigten, teils verständlichen Zweifel am Prozess der Entwicklung des Europäischen Hochschulraums und stellt dessen Chancen für Hochschulen und Hochschulstudium heraus.

  • Paradigmenwechsel in der Qualitätssicherung

    Qualitätssicherung in Bezug auf Studienangebote ist ein neuerdings vielverwendetes Schlagwort, das als berechtigtes Anliegen positiv oder als überzogene Belastung ablehnend aufgenommen wird. Der Beitrag unternimmt den Versuch, das Neue an dem mit dem Begriff verbundenen Verständnis und Konzept auf dem Hintergrund der Motive, Leitideen und Zwecke zu erkunden, die mit der Neupositionierung von Qualitätssicherung als studiengangsbezogenem Thema verbunden sind, sowie mögliche künftige Entwicklungen zu skizzieren.

  • Europäische Qualifikationenrahmen und ihre Bedeutung für die einzelstaatlichen Studiensysteme

    European Qualifications Framework for Lifelong Learning (EQF-LLL) – Qualifications Framework for the European Higher Education Area (QF-EHEA)

    Der Qualifikationenrahmen für den Europäischen Hochschulraum (QF-EHEA) des Bologna-Prozesses und ebenso der Europäische Qualifikationenrahmen für Lebenslanges Lernen (EQF-LLL) der EU sollen eine gemeineuropäische Orientierung für die Etablierung vergleichbarer Hochschulabschlüsse bzw., so der EQF-LLL, auch der nichthochschulischen Bildung in den einzelstaatlichen Bildungssystemen geben und damit zur Verwirklichung des auf Durchlässigkeit angewiesenen europäischen Bildungsraums beitragen. Dazu sind mittels übergreifender Qualifikationenrahmen bildungsbezogene Eckpunkte staatenübergreifend zu definieren und so international verständlich zu machen, um so ein Instrumentarium für transnationale Akzeptanz und förmliche Anerkennung von persönlichen Lernleistungen und von Abschlüssen im Interesse von Freiheit durch Freizügigkeit bereitzustellen. – Der Beitrag stellt die Grundlagen, Zwecke und Inhalte von Qualifikationenrahmen als solchen und der beiden europäischen Qualifikationenrahmen im Besonderen dar. Hervorgehoben wird insbesondere deren Bedeutung und Funktionsweise als Bezugspunkte für nationale Qualifikationsrahmen, aber auch die aktuelle politische Diskussion und die Chancen, Umsetzungsschwierigkeiten sowie offene Fragen.

  • Sachliche Maßgaben des Entscheidens: Topoi, Kriterien, Standards, Indikatoren

    Begriffe und Zusammenhänge; insbesondere Gegenstände, Geltungsgründe und Risiken von Standards

    Dieser Beitrag erläutert die für interne und externe Qualitätssicherung zentralen Begriffe (Qualitäts-)Kriterium und Standard im Raum zwischen (Qualitäts-)Topos und Indikator und stellt die Notwendigkeit konsistenten kriterienbasierten Entscheidens heraus. Er beschreibt ferner die möglichen Gegenstände, in Bezug auf die herkömmlich Standards als Grundlage von Qualitätsentwicklung und -beurteilung als Maßgaben herangezogen werden, sowie deren Geltungsgrund. Abschließend setzt sich der Beitrag kritisch mit dem Wert von studiengangsbezogenen Inhaltsstandards und der Möglichkeit einer sinnvollen Alternative in Gestalt einer stimmig an Qualitätskriterien ohne exogene Inhaltsstandardisierung orientierten Qualitätsentwicklung und -beurteilung auseinander.

  • Bologna-Instrumente als Förderung von Mobilität und Internationalisierung

    Der Beitrag erläutert auf dem Hintergrund des im Bologna-Prozess formulierten politischen Anspruchs, für Mobilität und Internationalisierung zu sorgen, vornehmlich die Art und Weise, wie die im Bologna-Prozess eingeführten Mobilitäts- und Internationalisierungsinstrumente – namentlich: Anerkennungsregularien, Qualifikationsrahmen, ECTS als ganzheitliches System, Qualitätssicherung – zum Erreichen dieser Ziele beitragen und zweckdienlich eingesetzt werden können. Der Beitrag beschränkt sich damit auf primär „technische“ Aspekte, allerdings verbunden mit der Erwartung, durch Erläuterung und Anwendungshinweise zum Bologna-Instrumentarium dazu beizutragen, in den Hochschulen den Willen zur weiteren Entwicklung von Mobilität und Internationalisierung zu fördern

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